7 PDF Handshake mit EtherShare Admin konfigurieren
7.1 Zugang zu EtherShare Admin
PDF Handshake kann problemlos von jedem Ihrer Macintosh-Rechner aus konfiguriert werden - genau wie das EtherShare-Basisprodukt und EtherShare OPI.
Sie verwenden EtherShare Admin im Folgenden zur Konfiguration von qualitativ hochwertiger Farbanpassung für PDF-Dateien, die Sie drucken wollen. Zusätzlich können Sie in diesem Programm Parameter für Layouterzeugung festlegen (wenn Sie auch EtherShare OPI 2.1 nutzen).
Bevor Sie das Admin-Programm öffnen, sollten Sie das "ICC-Profiles"-Volume auf den Schreibtisch holen. Dieses Volume wurde automatisch während der Installation erstellt und enthält eine große Anzahl von Profilen, die Sie nun nutzen können. Falls Sie Ihre eigenen Profile haben und diese an einem anderen Platz aufbewahren, sollten Sie sie in das "ICC-Profiles"-Volume verschieben. In den obersten Ordnern "Printer", "Scanner" und "Monitor" können Sie - sofern Sie als user "root" angemeldet sind - jederzeit Unterverzeichnisse anlegen (siehe Abb.
12).
Abb. 12: Inhalt des "ICC-Profiles"-Volumes
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Öffnen Sie EtherShare Admin. Das Programm befindet sich in Ihrem "EtherShare Applications"-Volume (siehe Option
1 in Abb.
13). Alternativ kann es vom Apple-Menü aus gestartet werden - vorausgesetzt Sie haben es mit dem "EtherShare Client Installer" installiert (siehe Option
2 in Abb.
13). (Der "EtherShare Client Installer" wird in Ihrem EtherShare 2.6 Handbuch beschrieben.)
Beachten Sie, dass Sie für die Konfiguration von PDF Handshake die aktuelle Admin-Version verwenden sollten, die automatisch während der Installation von der aktuellen
CD-ROM auf Ihr "EtherShare Applications"-Volume kopiert wird. Falls Sie das EtherShare-Basisprodukt von einer früheren CD installiert haben und dann lokale Kopien des Admin-Programms angelegt haben, könnten diese Kopien jetzt veraltet sein. Ersetzen Sie sie durch die aktuelle Version des "EtherShare Applications"-Volumes.
Abb. 13: Starten des EtherShare Admin-Programms
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7.2 Optionen für EtherShare-Nutzer
7.2.1 Serverweite Konfiguration für PDF
Öffnen Sie zunächst das Menü
Listen und wählen Sie
PDF-Vorgaben aus, um den Dialog für die PDF Handshake Serverkonfiguration zu öffnen (siehe Abb.
14). Beachten Sie, dass die ausgegrauten Einstellungen im Dialog weder benötigt werden noch aktivierbar sind, wenn Sie EtherShare OPI nicht nutzen.
Abb. 14: Öffnen des PDF-Vorgaben-Dialogs
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Standard RGB-Profil Standard CMYK-Profil
Die Aufklapp-Menüs lassen Sie ein RGB- und CMYK-Standard Bildprofil für Ihre PDF-Dokumente wählen. Diese Profile werden als Eingangsprofile für die Umwandlungen von Farbdaten benutzt, wenn die PDF-Dateien, die Sie drucken wollen, noch nicht mit speziellen Profilen "getagged" sind.
Die in Abb.
14 abgebildeten Standardprofile werden automatisch nach der Produktinstallation ausgewählt. Sie sind beide im "ICC-Profiles"-Volume auf Ihrem Server verfügbar. Sie können Ihre eigenen Serverstandards durch Auswählen von
Anderes... in den Aufklapp-Menüs definieren. Amerikanische Kunden sollten z.B. zu einem SWOP CMYK-Profil wechseln.
7.2.2 Konfiguration von Druckerwarteschlangen für PDF
Um spezifische Parameter für Druckerwarteschlangen einzustellen, markieren Sie den gewünschten Drucker in der "Drucker"-Liste, wie in Abb.
15 gezeigt, und wählen Sie dann
Drucker > OPI/ICC Einstellungen aus dem Admin-Menü, um den in Abb.
16 gezeigten Dialog zu öffnen.
Abb. 15: Auswählen einer Druckerwarteschlange
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Abb. 16: Festlegen von OPI/ICC-Vorgaben für eine bestimmte Druckerwarteschlange
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Auch hier sind die ausgegrauten Einstellungen im Dialog nur für EtherShare OPI-Nutzer gedacht.
ICC-Profile für Bilder prüfen
Diese Option ist nur für OPI gedacht. Sie können diese Option aktivieren oder deaktivieren - solange EtherShare OPI nicht auf Ihrem Server installiert ist, macht es keinen Unterschied.
Die Einstellung
Standard-Druckerprofil: lässt Sie das richtige Profil für Ihr Ausgabegerät auswählen und dient gleichzeitig dazu, die Farbanpassung für diese Druckerwarteschlange zu aktivieren. Das Aufklapp-Menü enthält vier verschiedene Optionen.
- Keines
deaktiviert die explizite Farbanpassung in der Druckerwarteschlange. Das heißt nicht, dass dort gar keine Farbanpassungen stattfinden. Falls Sie Farbauszüge drucken und Ihre PDF-Datei z.B. RGB- oder Lab-Elemente enthält, werden diese "hinter den Kulissen" in CMYK umgerechnet. Für diese Transformationen nutzt der Server Euroskala als vorgegebenen CYMK-Standard. Wenn Sie nicht auf der Euroskalabasis arbeiten möchten, müssen Sie ein Druckerprofil bestimmen, in dem Sie die Anderes--Option des Aufklapp-Menüs benutzen.
- Anderes-
öffnet einen Dialog, welcher Sie ein bestimmtes Profil aussuchen lässt. Das "ICC-Profiles"-Volume auf Ihrem Server enthält bereits Druckerprofile für viele gebräuchliche Geräte und verschiedene CYMK-Standards (Euroscale, SWOP).
- EBU RGB
kann gewählt werden, wenn Sie ein Dokument für die weitere Nutzung am Monitor ausgeben wollen.
- Lab D65
ist am besten geeignet, wenn Sie einen geräteunabhängigen Ausgabefarbraum auswählen und die Separation dem endgültigen PostScript-RIP überlassen wollen. In diesem Fall müssen Sie ein Level 2 (oder 3) Ausgabegerät haben. Das RIP wird dann mit einem speziellen Color Rendering Dictionary (CRD) initialisiert und die Separation nach CYMK unter Verwendung dieses CRDs durchgeführt. Dieser Workflow könnte sinnvoll sein, wenn Sie Ihre Dokumente (z.B. Zeitschriften) an verschiedene Produktionsstätten schicken müssen. Ihr Druckjob ist noch nicht für ein bestimmtes Ausgabegerät separiert und der Lab D65-Farbraum ist geräteunabhängig. Die jeweiligen RIPs passen die Farbinformationen dann an den Farbraum der jeweiligen Druckmaschine an, so dass die Ausgabeergebnisse alle identisch sein sollten.
Hier können Sie das richtige Profil für Ihren Proofdrucker auswählen. Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn sie ein anderes Standard-Druckerpofil als
EBU RGB oder
Lab D65 ausgewählt haben.
Hinweis: Sie können im Abschnitt Profilinformationen in Kapitel 5 "Bevor Sie beginnen" weitere Informationen über die Farbanpassung von PDF-Dateien während des Druckens nachlesen.
Für Hintergrundinformationen über Farbanpassung und Proofs lesen Sie bitte Anhang A 2: "Farben, Farbabstimmung, Proofdruck - Konzepte".
7.3 Weitere Optionen für EtherShare OPI-Nutzer
7.3.1 Serverweite Konfiguration für PDF
Wenn EtherShare OPI 2.1 auf Ihrem Server installiert ist, stehen Ihnen einige Optionen im Dialog
PDF-Vorgaben zur Verfügung. Öffnen Sie den Dialog, wie in Abb.
17 gezeigt.
Abb. 17: PDF-Konfiguration auf einem EtherShare OPI-Server
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Die Einstellung
PDF OPI Layout Erzeugung aktiviert die PDF-Dienste auf dem OPI-Server, so dass für hochaufgelöste PDF-Dateien EPSF-Platzierungsbilder erzeugt werden. Bitte beachten Sie, dass die Option
Layouts erzeugen im Einstellungsdialog des Volumes ebenfalls aktiviert werden muss, um die generelle Erzeugung von Platzierungsbildern zu ermöglichen (vergl. Kapitel 6.4 "Volume Einstellungen" im OPI 2.1 Handbuch). Wenn
Layouts erzeugen aktiviert,
PDF OPI Layout Erzeugung aber noch nicht aktiviert ist, dann werden durch den OPI-Server auf diesem Volume automatisch Platzierungsbilder erzeugt - jedoch nicht für PDF-Dateien.
Geglättete Bildschirmvorschau
Bildschirmvorschau glätten (Antialiasing) ist eine Methode zum Glätten von Konturen. Die Option ist nur für die Bildschirmvorschau von EPSF-Dateien gedacht, die der OPI-Server von den original PDF-Daten erzeugt hat. Selbst wenn Antialiasing für alle Elemente des Dokuments angewandt wird, ist der Effekt für Textelemente am offensichtlichsten. Ein Beispiel für Antialiasing sehen Sie in Abb.
18. Die erste EPSF-Datei wurde mit Antialiasing erzeugt die Zweite ohne. Die Lesbarkeit der ersten Datei ist auf einem Bildschirm viel besser.
Bildschirmvorschau glätten ist standardmäßig aktiviert.
Abb. 18: Beispiel einer geglätteten Bildschirmvorschau
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Hinweis: Weitere Informationen zu den Standardprofilen finden Sie in Kapitel 7.2.1.
7.3.2 Konfiguration von Druckerwarteschlangen für PDF
Markieren Sie einen Drucker in der
Drucker-Liste und öffnen Sie dann den Dialog
OPI/ICC-Vorgaben, wie in Abb.
19 gezeigt. Wie Sie sehen, hat sich der Dialog verglichen mit dem, den Sie eventuell schon von der Konfiguration der EtherShare OPI-Druckerwarteschlangen kennen, nicht verändert. Alle Optionen in diesem Dialog sind nun auch für PDF verfügbar.
Abb. 19: Konfiguration einer Druckerwarteschlange auf einem EtherShare OPI-Server
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Bitte lesen Sie Kapitel 6.5 Ihres EtherShare OPI 2.1-Handbuchs, um weitere Informationen zu dem oben abgebildeten Dialog zu finden.
ICC-Profile für Bilder prüfen
Beachten Sie, dass die Funktionalität der Einstellung
ICC-Profile für Bilder prüfen erweitert wurde. Anders als in Ihrem EtherShare OPI 2.1-Handbuch beschrieben, veranlasst diese Option den OPI-Server dazu, für jede Bilddatei und jedes PDF-Dokument zu prüfen:
- ob alle Bildprofile, die an irgendeine der auszugebenden Bilddateien "getagged" sind, verfügbar sind, und
- ob die Bilder und Dateien im Druckjob überhaupt "getagged" sind.
Der Server stoppt den Druck automatisch, falls ein Profil fehlt oder eine Datei noch nicht "getagged" ist.
7.4 Der Schmuckfarben-Editor
Der EtherShare Admin verfügt über einen Schmuckfarben-Editor, welcher es dem Anwender ermöglicht eine Voransicht für einen bestehenden Schmuckfarben-Namen zu definieren. Somit können Print Preview und EtherShare OPI Objekte, denen Schmuckfarben zugewiesen sind, in die Composite-Voransicht einbinden.
7.4.1 Konfiguration des Schmuckfarben-Editors
Schmuckfarben-Namen definieren
Eine Liste von Schmuckfarben können Sie wie folgt anlegen:
Öffnen Sie das Fenster
Schmuckfarben im EtherShare Admin-Menü
Listen.
Abb. 20: Schmuckfarben-Fenster
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Das Fenster
Schmuckfarben, das schon die Namen von bereits definierten Schmuckfarben enthalten kann, öffnet sich (siehe Abb.
20). Für die Definition einer neuen Schmuckfarbe im Schmuckfarben-Editor werden Werte aus dem CMYK- oder LabD50-Farbraum akzeptiert.
Wählen Sie im EtherShare Admin bei geöffnetem
Schmuckfarben-Fenster aus dem Menü
Ablage den Eintrag
Neu.
Das Dialogfenster
Schmuckfarben öffnet sich, so dass Sie eine Schmuckfarbe definieren können:
Abb. 21: Schmuckfarben-Definitionsfenster
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Wählen Sie aus dem Aufklappmenü
Farbraum den gewünschten Farbraum, in dem Sie die CMYK- oder LabD50-Werte Ihrer Schmuckfarbe eingeben möchten. Geben Sie die Werte in die entsprechenden Felder ein, tragen Sie einen Namen für die soeben definierte Schmuckfarbe in das Feld
Name und bestätigen Sie Ihre Eingaben in dem Sie auf
Sichern klicken (siehe Abb.
21).
Durch Klicken der Schaltfläche
Widerrufen können Sie alle Einträge auf die Ausgangsposition zurücksetzen oder, wenn Sie lediglich einen Eintrag bearbeitet haben, zurück zur letzten gesicherten Version gehen.
Nachdem Sie das Dialogfenster geschlossen haben, erscheint die neu definierte Schmuckfarbe in der Liste des Fensters
Schmuckfarben.
7.4.2 Exakte Schmuckfarben-Wiedergabe durch ColorSync/ICC
Die folgenden Abbildungen zeigen die ColorSync-Profil-einstellungen für einen RGB-Monitor (Abb.
22) und einen CMYK-Drucker (Abb.
23). Diese werden für eine exakte Voransicht im
Schmuckfarben-Definitionsfenster benötigt.
Abb. 22: ColorSync-Profile für RGB-Farbraum
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Abb. 23: ColorSync-Profile für CMYK-Farbraum
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Geeignete Profile können im Kontrollfeld
ColorSync ausgewählt werden:
Öffnen Sie im Apple-Menü
Kontrollfelder und dann
ColorSync. Weisen Sie den jeweiligen Ausgabegeräten die gewünschten Profile aus den Aufklappmenüs zu und schließen Sie den Dialog wieder.
Die gewählten Profile werden im Abschnitt
Systemprofile des
Schmuckfarben-Definitionsfensters angezeigt. In Abb.
24 wurde beispielsweise die Schmuckfarbe "Gray" im LabD50-Farbraum definiert. Das Farbfeld zeigt eine exakte Voransicht der Farbe gemäß dem gewählten Monitorprofil. Die CMYK-Werte unter dem Farbfeld zeigen, wie die LabD50-Schmuckfarbe für die Druckerausgabe konvertiert wird.
Wichtig: Stellen Sie sicher, dass Sie geeignete Monitor- und Druckerprofile, die mit ICC-Profil-Werkzeugen erstellt wurden, verwenden. Falsche oder fehlerhafte Profile (z.B. die Standardprofile, die Apple mit Mac OS 9 ausliefert) führen zu ungenauen Ergebnissen.
In Abb.
25 wurde beispielsweise die Schmuckfarbe "Gray" - gemäß dem ausgewählten Druckerprofil - im CMYK-Farbraum definiert. Das Farbfeld zeigt eine exakte Voransicht der Farbe gemäß dem gewählten Drucker- und Monitorprofil. Die LabD50-Werte unter dem Farbfeld stellen die CMYK-Schmuckfarbe im LabD50-Farbraum dar.
Da Farben am exaktesten und zuverlässigsten im LabD50-Farbraum dargestellt werden ist es ratsam, Lab-Farbwerte, welche mit Hilfe eines so genannten
Spektrofotometers (z.B. von "GretagMacbeth") ermittelt wurden, für die Definition der Schmuckfarbe zu verwenden.
Hinweis: Um Profiländerungen im ColorSync-Dialog wirksam werden zu lassen, müssen der ColorSync-Dialog und das Schmuckfarben-Definitionsfenster wieder geschlossen werden. Die neuen ColorSync-Profile werden dann bei erneutem Öffnen des Schmuckfarben-Definitionsfensters verwendet.