A 1: Wie DTP-Programme mit Print Preview zusammenarbeiten
A 1.1 Farbdruck und Separation
Bitte beachten Sie, dass Print Preview sich für die Erzeugung der Druckvorschau auf die Angaben stützt, die von dem Programm geliefert werden, aus dem Sie gedruckt haben. Es kann manchmal vorkommen, wenn Sie beispielsweise separiert ausdrucken, dass das Programm korrekte Separationsangaben aber unzureichende Informationen zur Berechnung der Farbeindruckes ausgibt. Die Farbvoransicht in einer Druckvorschau-Datei könnte dann defekt sein. Im umgekehrten Fall, wenn sie "composite" drucken, schicken manche Anwendungsprogramme unzureichende Informationen zur Berechnung der Auszüge. In diesem Fall sind die Auszüge, die Sie in der Vorschau-Datei zu sehen bekommen, anders als die, die Sie bei der separierten Ausgabe erhalten hätten. Sie finden unten zwei Beispiele für diesen Sachverhalt.
Abb. A-1: Beispiel einer Datei mit einer defekten "composite"- Vorschau
|
Im ersten Beispiel (Abb.
A-1) haben wir aus Freehand 8 auf dem Macintosh separiert ausgedruckt. Die Auszüge in der Druckvorschau (Cyan, Magenta, Yellow, Black) sind korrekt, aber es fehlt eine Farbvoransicht. Stattdessen enthält die Datei vier "Farbansichts"-Seiten, die den jeweiligen Auszügen entsprechen außer dass sie in der Auszugsfarbe (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) eingefärbt sind.
Abb. A-2: Beispiel einer Vorschau-Datei mit defekten Auszügen
|
Im zweiten Beispiel (Abb.
A-2) haben wir aus FrameMaker 5.5 auf dem Macintosh "composite" ausgedruckt. Die Farbvoransicht ist korrekt, aber die Auszüge sind es nicht. Einige Absätze des schwarzen Textes erscheinen sowohl auf dem Cyan- als auch auf dem Magenta- und Gelb-Auszug. Andere Absätze erscheinen nur auf dem Schwarz-Auszug
- was korrekt ist.
Tabelle
A-1 und
A-2 enthalten alle Programme, die wir getestet haben. Sie finden dort die Ergebnisse eines Standard Print Preview Kompatibilitätstests. Die Angabe "Nein" bedeutet, dass die entsprechende Anwendung eines der beiden oben beschriebenen Phänomene erzeugt.
Adobe Acrobat mit PDF Handshake auf dem Macintosh
PDF Handshake arbeitet perfekt mit Print Preview zusammen. Sie bekommen also immer zuverlässige Ergebnisse, wenn Sie einen PDF-Datei mit unserem Acrobat Plug-In (oder "pdfprint" unter UNIX) in eine Druckvorschau-Warteschlange drucken.
Tabelle
A-1 enthält die DTP-Programme, die wir untersucht haben, und zeigt an, ob diese mit Print Preview zusammenarbeiten.
Tab. A-1: Wie DTP-Programme mit Print Preview zusammenarbeiten
|
|
|
|
|
|
|
|
QuarkXPress 3.32 auf Macintosh
|
|
|
|
|
QuarkXPress 4.xx auf Macintosh
|
|
|
|
|
QuarkXPress auf Windows 95
|
|
|
|
|
FrameMaker 5.1 auf Macintosh
|
|
|
|
|
FrameMaker 5.5 auf Macintosh
|
|
|
|
|
PageMaker 6.5 auf Macintosh
|
|
|
|
|
PageMaker 6.5 auf Windows 98
|
|
|
|
|
Bildverarbeitungs- und Grafik-Programme
Tabelle
A-2 enthält die Bildverarbeitungs- und Grafik-Programme, die wir untersucht haben, und zeigt an, ob diese mit Print Preview zusammenarbeiten.
Tab. A-2: Wie Grafik-Programme mit Print Preview zusammenarbeiten
|
|
|
|
|
|
|
|
Photoshop 2.x - 5.x on Macintosh
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Illustrator 7 on Macintosh
|
|
|
|
|
A 1.2 Drucken von Dateien mit Schmuckfarben
Die meisten Programme - selbst Nicht-Grafikprogramme wie FrameMaker oder QuarkXPress - lassen die Definition von Farben und deren Nutzung in Textelementen und Rahmen zu. Wenn Sie Schmuckfarben wie HKS, TRUMATCH oder Pantone Farben definieren, kann es zu einer unvollständigen Farbvoransicht kommen. Beachten Sie auch, dass dieser Effekt nicht auftritt, wenn Sie EPS-Dateien mit Schmuckfarben im Dokument platzieren.
Abb. A-3: Lösung des Problems fehlender Schmuckfarben in der Farddarstellung
|
Manche Programme schicken bei der separierten Ausgabe keinerlei Information über die Umsetzung von Schmuckfarben, die in dem Dokument enhalten sind, in Prozessfarben. Daher kann Print Preview keinen Farbeindruck für den Druckauftrag berechnen. Die Auszüge werden in der Druckvorschau richtig berechnet, aber die Darstellung der Schmuckfarben in der Farbvoransicht wird fehlen. Sie finden ein Beispiel in der Datei "Sonderfarben" in Abbildung
A-3.
Zu allererst sollten wir darauf hinweisen, dass bei allen von uns getesteten Programmen dieses Phänomen nur mit QuarkXPress und FrameMaker auftritt. Trotzdem kann die unten angegebene Abhilfe natürlich auch für andere Programme angewendet werden.
Die Lösung: Benennen Sie die Schmuckfarben, die Sie definiert haben, einfach um. Wir haben in Print Preview zusätzliche Farbtabellen implementiert, die zur Erzeugung der Farbvoransicht von Schmuckfarben verwendet werden können. Diese Informationen werden immer dann verwendet, wenn das Programm selbst nicht genug Informationen im Druckauftrag mitschickt - und unter der Voraussetzung, dass der Name der Schmuckfarbe mit der Namenskonvention in Print Preview übereinstimmt.
Auf diese Weise werden Schmuckfarben, die nach dieser Konvention bezeichnet sind, immer in der Farbvoransicht enthalten sein. Ein Beispiel sehen Sie in der Datei "Sonderfarben" und Abbildung
A-3, in der die Namen PANTONE 142 CVC und PANTONE 640 CVC durch PANTONE 142 C und PANTONE 640 C ersetzt wurden. Die Farbvoransicht der Datei ist vollständig.
Die Namenskonvention von Print Preview finden Sie in Tabelle
A-3. Um die korrekte Farbvoransicht sicherzustellen, achten Sie darauf, dass die Namen der von Ihnen verwendeten Schmuckfarben mit den Bezeichnungen in der linken Spalte der Tabelle übereinstimmen.
Table A-3: Print Preview Namenskonvention für Schmuckfarben
Unterstützte Namen (Beispiele)
|
Nichtunterstützte Namen (Beispiele)
|
|
|
|
jede andere Bezeichnungen von DIC-Farben
|
|
jede andere Bezeichnungen von FOCOLTONE-Farben
|
|
jede andere Bezeichnungen von HKS-Farben
|
|
|
|
|
|
|
Pantone Solid to Process:
|
|
|
jede andere Bezeichnungen von TOYO-Farben
|
|
jede andere Bezeichnungen von TRUMATCH- Farben
|