HELIOS Print Preview 1.1 Benutzerhandbuch


5 Print Preview anwenden
5.1 Print Preview mit EtherShare Admin einrichten
5.1.1 Benötigte Version von EtherShare Admin
Um Print Preview konfigurieren zu können, müssen Sie mindestens den Admin aus EtherShare 2.6 einsetzen. Diese Version wird beim Installationsvorgang von der HELIOS CD 015 automatisch in das Verzeichnis "EtherShare Applications" kopiert. Falls Sie EtherShare und das Basisprodukt PDF Handshake von einer früheren CD-ROM installiert und lokale Kopien von EtherShare Admin angelegt haben, dann könnten diese jetzt veraltet sein. Ersetzen Sie sie durch die aktuelle Version aus dem Verzeichnis "EtherShare Applications".
Öffnen Sie EtherShare Admin aus Ihrem "EtherShare Applications"-Verzeichnis oder aus dem Apfel-Menü heraus, wie es in Abb. 6 gezeigt ist. Die zweite Variante steht Ihnen zur Verfügung, wenn Sie Admin mit Hilfe des "EtherShare Client Installers" eingerichtet haben. Genauere Informationen zu dieser Option finden Sie im aktuellen EtherShare Handbuch oder in den EtherShare 2.6 "Release notes".
Abb. 6: Zugriff auf EtherShare Admin

5.1.2 Druckvorschau-Warteschlange einrichten
Eine Druckvorschau für einen Druckauftrag wird nur dann erstellt, wenn Sie aus Ihrem Anwendungsprogramm heraus in eine Druckvorschau-Warteschlange drucken.
Um eine neue Druckerwarteschlange anzulegen, müssen Sie sich als Benutzer "root" an Ihrem Server anmelden oder auf andere Weise sicherstellen, dass Sie genügend Rechte besitzen, um die bestehende Konfiguration des Drucksystems zu verändern (Es reicht aus, wenn Sie Mitglied der "QueueAdm-Gruppe" sind).
Aktivieren Sie das Drucker-Listenfenster und wählen Sie den Befehl Neu aus dem Menü Ablage aus. In dem sich öffnenden Konfigurationsfenster für eine neue Warteschlange wählen Sie als Verbindung die Option Druckvorschau aus (s. Abb. 7).
Druckername
Der von Ihnen gewählte Druckername für die Druckvorschau-Warteschlange erscheint anschließend im Drucker-Listenfenster. Dort bekommt der Eintrag das PDF-Icon zur Kennzeichnung seiner Funktionalität. Ein Beispiel dieser Darstellung sehen Sie in Abb. 7, in der "Druckvorschau_Offset" eine bereits konfigurierte Druckvorschau-Warteschlange ist.
Auswahl-Name
Bei der Festlegung von Auswahl-Name sollten Sie darauf achten, das Wort "Druckvorschau" oder etwas Vergleichbares zu verwenden, aus dem die Funktionalität dieser Warteschlange eindeutig hervorgeht. Auf diese Weise fällt die Unterscheidung zwischen der "Druckvorschau"- und der eigentlichen (Separations-) Drucker-Warteschlange in der Auswahl am Macintosh leichter.
Spool-
Verzeichnis
Das von Ihnen gewählte Spool-Verzeichnis sollte über ausreichend Festplatten-Speicherplatz verfügen. Selbst wenn die Druckvorschau an sich nicht sehr groß ist, kann es sein, dass das Programm bei der Erzeugung zwischenzeit-lich viel Festplattenplatz benötigt. Die Erzeugung einer
72 dpi Vorschau einer DIN A4-Seite (mit der Farbvoransicht und 4 Auszügen) benötigt beispielsweise etwa 4 MB Festplattenplatz. Weitere Einzelheiten zu diesem wichtigen Punkt finden Sie in Kapitel 4.1 "Systemanforderungen".
Hold Queue
Die Hold Queue spielt eine herausragende Rolle in dem Konzept der Druckvorschau. Sie können die Software so einrichten, dass ein Druckauftrag automatisch von der Druckvorschau-Warteschlange in eine nachfolgende Warteschlange - nämlich die in dem Hold Queue-Eintrag zugewiesene - weitergeleitet wird.
Abb. 7: Konfiguration einer neuen Vorschau-Warteschlange

Wie in Abb. 8 dargestellt, können Sie dafür jede Warteschlange verwenden, die auf dem Server verfügbar ist. Die beste Wahl hängt von Ihrer speziellen Umgebung und dem eingerichteten Workflow ab. In Kapitel 5.4 "Mögliche Arbeitsabläufe" finden Sie einige Beispiele für sinnvolle Workflows und passende Warteschlangen für die Zuordnung über den "Hold Queue"-Mechanismus. Hier einige grundlegende Überlegungen:
Im einfachsten Fall können Sie, wie in Abb. 8 dargestellt, eine Warteschlange vom Typ Hold Queue verwenden, die mit einer Ihren Workflow-Anforderungen entsprechenden Haltezeit-Vorgabe versehen ist. Alle Druckvorschau-Dateien, die automatisch in diese Warteschlange weitergeleitet werden, verbleiben dort bis die eingestellte Haltezeit abgelaufen ist oder Sie sie manuell entfernen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass Sie den zugehörigen Druckauftrag in die Warteschlange eines "richtig druckenden" Druckers verschieben, nachdem Sie die Vorschau visuell überprüft haben. Falls Sie bislang noch nie eine Warteschlange vom Typ "Hold Queue" eingerichtet haben, lesen Sie bitte den Abschnitt 5.1.5 "Hold Queue-Warteschlangen".
Abb. 8: Eine Hold Queue auswählen

Ihre "Hold Queue" könnte aber auch eine Drucker-Warteschlange sein, die den Druckauftrag nicht zwischenspeichert, sondern direkt zu einem Ausgabegerät weiterleitet. In diesem Fall haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie stellen diese Warteschlange auf Nur spoolen (Menü Drucker) ein, um zunächst alle eingehenden Druckvorschau-Dateien überprüfen zu können. Anschließend können Sie die Ausgabe der überprüften Druckaufträge starten, indem Sie die Einstellung der Warteschlange zu Spoolen und drucken verändern. Oder Sie belassen die Einstellung der Drucker-Warteschlange auf Spoolen und drucken und definieren eine eigene "Hold Queue"-Warteschlange für diese Drucker-Warteschlange. Die Druckaufträge werden dann von der Druckvorschau-Warteschlange kommend unmittelbar über die Drucker-Warteschlange ausgegeben und eine Kopie der Druckvorschau wird in der nachgeschalteten Hold Queue-Warteschlange für den späteren Gebrauch gespeichert. Beachten Sie, dass dieser Modus nur für die direkte Ausgabe mit anschließender Archivierung gedacht ist, Sie können mit ihm keine Qualitätskontrolle des Druckauftrages vor der Ausgabe durchführen.
Wenn Sie auf die Angabe einer Hold Queue verzichten, bleiben alle Druckaufträge in der Druckvorschau-Warteschlange stehen, wobei nur für den ersten Auftrag eine Vorschau berechnet wird. Bitte beachten Sie, dass die Hold Queue-Option eng mit der Einstellung Nicht an Hold Queue weiterleiten verknüpft ist, die wir im Absatz Nicht an Hold Queue weiterleiten weiter unten im Text beschreiben.
Fehler Queue
Die Zuweisung einer Fehler Queue ist optional. In großen Produktionsumgebungen mit vielen Ausgabegeräten und mehreren Druckvorschau-Warteschlangen könnte es sogar sinnvoll sein, mehrere Fehler-Warteschlangen anzulegen. Dann können Sie jeder Druckvorschau-Warteschlange über den "Fehler-Queue"-Mechanismus ihre eigene Fehler-Warteschlange zuordnen. Auf diese Weise ist es unter Umständen leichter die fehlgeschlagenen Druckaufträge der verursachenden Warteschlange zuzuordnen.
Titelseite
Die Option Titelseite wird bei einer Druckvorschau-Warteschlange ignoriert, da Print Preview für jede Druckvorschau eine eigene Informationsseite erzeugt, die der Titelseite im Wesentlichen entspricht.
Abrechnungsdatei
Lassen Sie die Einstellung Abrechnungsdatei ausgewählt, um sicherzustellen, dass EtherShare Admin jeden Druckauftrag, der durch diese Warteschlange läuft, in der Drucker-Logdatei verzeichnet. Sie können diese Log-Datei über das Listen-Menü einsehen.
Kennwort abfragen
Das Drucken auf LaserWriter-Warteschlangen ist passwortgeschützt, wenn die Option Kennwort abfragen aktiviert ist. Druckaufträge können dann nur nach vorheriger korrekter Eingabe des Passworts auf den LaserWriter-Warteschlangen ausgegeben werden. Diese Option gilt für alle LaserWriter-Warteschlangen auf demselben Server.
Queue
verstecken
Die Option Queue verstecken ist standardmäßig deaktiviert. Wenn Sie diese Option aktivieren, werden Sie die Druckvorschau-Warteschlange nicht mehr in der Auswahl auf dem Macintosh sehen. Dies ist typischerweise nicht gewollt, daher sollte diese Option nicht aktiviert werden.
Parameter für die Vorschau-Dateien
Im unteren Teil des Einstellungsfensters können Sie die Einstellung für die Druckvorschau-Dateien vornehmen, die über diese Warteschlange erzeugt werden sollen. Abb. 9 zeigt die empfohlenen Einstellungen, die Sie für einen typischen "Vorschau-dann-Drucken"-Workflow wählen sollten - unter der Annahme, dass Sie eine Warteschlange über den Hold Queue-Mechansimus ausgewählt haben.
(Abb. 7 am Anfang dieses Kapitels zeigt die Standard-Vorgaben des Programms).
Abb. 9: Parameter für die Vorschau-Dateien vorgeben

Auszüge
einfügen
Durch die Wahl dieser Option werden alle Auszüge in die Druckvorschau-Datei eingefügt. Wenn Sie aus dem Anwendungsprogramm heraus keine Auszüge ausgegeben haben ("composite"-Druck), dann berechnet Print Preview nach eigenen Vorgaben CMYK-Auszüge und fügt sie in die Druckvorschau-Datei ein.
Farbansicht einfügen
Durch die Wahl dieser Option wird eine "composite"-Darstellung (Farbvoransicht) in die Druckvorschau-Datei eingefügt. Wenn Sie aus dem Anwendungsprogramm sepa-riert ausgedruckt haben, wird die Farbvoransicht von Print Preview berechnet und in die Druckvorschau-Datei eingefügt.
Wenn Sie die beiden Optionen Auszüge einfügen und Farbansicht einfügen aktivieren, dann enthält die Druckvorschau-Datei mindestens fünf Vorschau-Seiten pro Dokumentseite, die Sie ausgegeben haben. Dies sind Composite, Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz (sowie weitere Vorschau-Seiten für Druckaufträge mit Schmuckfarben, die als Volltonfarben gedruckt wurden).
Nicht an Hold Queue weiterleiten
Die Option Nicht an Hold Queue weiterleiten ist standardmäßig aktiviert, so dass die Druckaufträge solange in der Warteschlange verbleiben, bis sie von einem Anwender manuell verschoben (oder gelöscht) werden. Sie müssen diese Option aktivieren, wenn Sie keine Warteschlange über den Hold Queue-Mechansimus ausgewählt haben. Sonst wird der Druckauftrag, nachdem die Vorschau erzeugt wurde, ins "Nirgendwo" weitergeleitet, also mit anderen Worten einfach aus dem Drucksystem verschwinden. Wenn Sie die automatische Weiterleitung eines Druckauftrages aus der Vorschau-Warteschlange aktivieren wollen, müssen Sie eine Warteschlange über den Hold Queue-Mechansimus auswählen und die Option Nicht an Hold Queue weiterleiten deaktivieren (Weitere Einzelheiten und Beispiele finden Sie im Kapitel 5.4 "Mögliche Arbeitsabläufe").
Antialias
Die Option Antialias sollte aktiviert bleiben, da durch sie die Konturen in der Vorschau geglättet werden und auf diese Weise eine bessere Lesbarkeit der Inhalte auf dem Monitor entsteht. Der Glättungsvorgang führt zu einer geringfügigen Verlängerung der Zeit, die die Software benötigt, um eine Vorschau zu erzeugen.
Auflösung
72 dpi ist ein sinnvoller Vorgabewert für eine Druckvorschau-Datei, da dieser der Standard-Monitorauflösung entspricht und somit für einen Softproof am Monitor bestens geeignet ist. Wenn Sie die Nutzung der Druckvorschau-Datei für andere Zwecke - wie z.B. den Ausdruck - planen, können Sie hier eine höhere Auflösung wählen. Bitte denken Sie daran, dass die Wahl der Auflösung einen großen Einfluss auf den temporären Festplatten-Speicherplatz hat, den das Drucksystem bei der Erzeugung der Vorschau benötigt. Wenn Sie die Auflösung verdoppeln (z.B. von 72 auf 144 dpi) dann vervierfacht sich der benötigte Speicherplatz.
Komprimierung
Im Aufklappenü Komprimierung stehen Ihnen die Einträge Keine, ZIP oder JPEG (niedrige, mittlere, hohe,
maximale Qualität
) zur Verfügung. Details zur Qualität der JPEG-Komprimierung finden Sie unter jpegquality=int in Kapitel 6 "Referenz-Teil". Wir empfehlen eine Kompression zu wählen (ZIP ist als verlustfreie Methode die beste Wahl), weil das Programm andernfalls etwa doppelt soviel temporären Speicherplatz für die Erzeugung der Vorschau benötigt und die Vorschau-Datei selbst auch größer wird. Wenn Sie keinerlei Komprimierung aktivieren, dann kann die maximale Größe einer neu erzeugten PDF-Datei der Größe des temporären Festplatten-Speicherplatzes entsprechen, der für ihre Erzeugung benötigt wurde.
5.1.3 Warteschlangen-Konfigurationen sichern und eine PPD-Datei zuweisen
Sobald Sie den Knopf Sichern im Drucker -Dialogfenster drücken, wird eine neue Druckvorschau-Warteschlange eingerichtet. Sie übernimmt dabei automatisch die PPD-Datei und die Drucker-Zeichensätze der Warteschlange, die Sie über den Hold Queue-Mechanismus ausgewählt haben. Dies ist ein hilfreicher Mechanismus, falls Sie über den Hold Queue-Mechansimus eine Warteschlange ausgewählt haben, die Sie für Ihre Produktion einsetzen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Print Preview für die Erzeugung der Druckvorschau die gleichen PPD-Einstellungen und Zeichensätze nutzt, die auch für die später Ausgabe verwendet werden.
Wenn Sie über den Hold Queue-Mechansimus keine Warteschlange ausgewählt haben, dann blendet Admin einen Dialog ein, in dem Sie dazu aufgefordert werden, eine PPD-Datei für die neu angelegte Warteschlange auszuwählen.
Die korrekte Wahl der PPD-Datei hat einen großen Einfluss darauf, ob die Druckvorschau und der spätere Druck übereinstimmen. Wenn Sie einen Druckauftrag aus Ihrer Hold Queue-Warteschlange in eine Drucker-Warteschlange verschieben, die eine andere PPD-Datei verwendet, dann kann die Druckausgabe von dem abweichen, was Sie in der Druckvorschau gesehen haben. Die folgende Illustration zeigt eine Beispiel-Umgebung mit mehreren Drucker-Warteschlangen, die unterschiedliche PPD-Dateien verwenden.
Abb. 10: Umgebung mit mehreren Warteschlangen, die unterschiedliche PPD-Dateien verwenden

In einer Arbeitsumgebung, wie der in Abb. 10 dargestellten, sollten Sie für jede Drucker-Warteschlange, die Sie verwenden, eine eigene Druckvorschau-Warteschlange anlegen - oder genauer gesagt für jede PPD-Datei, die Sie in einer oder mehreren Drucker-Warteschlangen verwenden.
Um einer Warteschlange eine neue oder andere PPD-Datei zuzuweisen, wählen Sie im Menü Drucker den Eintrag PPD auswählen... aus.
Sie können sich auch die augenblicklich zugewiesene PPD-Datei in EtherShare Admin anzeigen lassen. Dies kann sehr nützlich sein, wenn Sie überprüfen wollen, ob eine spezielle "Hold Queue"-Warteschlange und die gewünschte Drucker-Warteschlange die gleichen PPD-Einstellungen verwenden. Um die aktuelle PPD-Datei zu öffnen, wählen Sie im Menü Drucker, wie in Abb. 11 dargestellt, den Eintrag PPD bearbeiten aus. Den genauen Dateiname der PPD-Datei finden Sie in der Zeile, die mit dem Eintrag "*NickName:" beginnt.
Abb. 11: Darstellung der aktuellen PPD-Datei

5.1.4 Festlegen der OPI/ICC-Vorgaben für die Druckvorschau-Warteschlange
Um OPI- und ICC-Einstellungen für Ihre neue Druckvorschau-Warteschlange festlegen zu können, müssen Sie die Warteschlange in dem Drucker-Listenfenster aktivieren (Invertierte Darstellung). Dann wählen Sie im Menü Drucker den Eintrag OPI/ICC-Vorgaben aus.
Der Dialog, wie er in Abb. 12 dargestellt ist, finden Sie bereits in Ihrem EtherShare OPI bzw. PDF Handshake Handbuch beschrieben. Im Folgenden geben wir Ihnen zusätz-liche Informationen, die im Zusammenhang mit der Nutzung durch Print Preview wichtig sind.
Abb. 12: OPI/ICC-Vorgaben für eine Druckvorschau-Warteschlange

OPI-Drucker-Vorgaben
OPI-Anwender sollten für die Druckvorschau-Warteschlange die gleichen OPI-Einstellungen vornehmen wie in der Drucker-Warteschlange, die für die endgültige Ausgabe verwendet wird. Bitte beachten Sie, dass die Option Schriften prüfen deaktiviert werden sollte, wenn Sie sowohl Print Preview als auch das PDF Handshake Basisprodukt im Demo-Modus betreiben. Im Demo-Modus ist der Zugriff auf die im Lieferumfang von PDF Handshake enthaltenen Schriften eingeschränkt. Wenn Print Preview eine dieser Schriften für die Erzeugung einer Druckvorschau benötigt und die Option ist deaktiviert, dann liefert das Programm eine Warnung, erzeugt aber trotzdem eine Druckvorschau. Im anderen Fall erscheint eine Warnmeldung auf dem Macintosh, der den Auftrag abgeschickt hat, und die Erzeugung der Druckvorschau schlägt fehl.
PostScript Ausgabe
Kompression
Hochaufgelöste PostScript-Bilder können komprimiert werden um den Speicherplatzbedarf möglichst gering zu halten. Aus den folgenden Pull-down Menüs kann eine entsprechende Kompressionsart (sowie die geforderte Bildqualität bei JPEG-Kompression) ausgewählt werden. Jedoch wird empfohlen, die hochaufgelösten PostScript-Bilder nicht zu komprimieren, da diese vor Erzeugen der Layoutbilder wieder dekomprimiert werden müssten, was auf Kosten der Rechenleistung des Servers ginge.
Bitmap: Keine
Monochrome: Keine
Farbe: Keine

Hinweis: LZW sowie ZIP Kompression arbeiten ohne Verlust bei der Bildqualität. JPEG Kompression ist, je nach Kompressionsgrad, immer mit Verlusten verbunden.

Color-
Management-Vorgaben
Um eine korrekte Druckvorschau von Ihrem Druckauftrag zu bekommen, überprüfen Sie die Vorgaben der Optionen ICC-Profile für Bilder prüfen und Standard-Druckerprofil in der Drucker-Warteschlange, die Sie für die endgültige Ausgabe verwenden. Dann stellen Sie die gleichen Einstellungen für die Druckvorschau-Warteschlange ein.

Bitte beachten Sie, dass das Standard-Druckerprofil ein CMYK-Profil sein muss (Hexachrome wird derzeit noch nicht von Print Preview unterstützt), wenn Sie die Option Auszüge einfügen im Drucker-Konfigurationsdialog (vgl. Abb. 9) aktiviert haben. Wenn diese Option deaktiviert ist, dann kann das Standard Druckerprofil entweder ein RGB oder ein CYMK-Profil sein.

Solange für das Standard-Druckerprofil die Option Keines ausgewählt ist, wird Print Preview kein Farbmanagement anwenden. Für eventuell notwendige Farbmodusänderungen wird das Standard CMYK-Profil verwendet. Solche Änderungen können dann notwendig werden, wenn beispielsweise der Druckauftrag RGB-Elemente enthält und die Option Auszüge einfügen aktiviert ist. In diesem Fall muss Print Preview zur Erzeugung der Druckvorschau RGB-Daten nach CMYK umrechnen.

Denken Sie daran, dass Sie ein Standard-Druckerprofil angeben müssen, damit die Option Standard-Proofprofil zugänglich wird. Dann wählen Sie das Profil Ihres aktuellen Monitors aus (vgl. Abb. 12). Mit dieser Einstellung kann Print Preview eine Druckvorschau erzeugen, die die Farben des Druckauftrages exakt auf dem Monitor simuliert. Sie können dort auch jedes andere RGB-, CMYK- oder Lab-Proofprofil auswählen. Lesen Sie das Kapitel 5.4 "Mögliche Arbeitsabläufe", um mehr über verschiedene Beispiele von Farbmanagement Einstellungen zu erfahren.

Hinweis: Grundlegende Informationen über Farbmanagement und Proofdrucken finden Sie im Anhang A 2 Ihres PDF Handshake Handbuches.

5.1.5 Hold Queue-Warteschlangen
Eine Hold Queue-Warteschlange speichert einen Druckauftrag für eine festgelegte Zeitspanne. Hold Queue-Warteschlangen haben keine Verbindung zu einem physischen Drucker. Wenn Sie einen Druckauftrag aus einer Hold Queue-Warteschlange drucken wollen, dann müssen Sie ihn in eine "richtig druckende" Drucker-Warteschlange verschieben.
Um eine Hold Queue-Warteschlange neu anzulegen, wählen Sie den Eintrag Hold Queue aus dem Aufklapp-Menü der Einstellung Verbindung (vgl. Abb. 13). Die Option Queue verstecken ist für die Hold Queue-Warteschlange aktiviert, da Sie üblicherweise nicht direkt in eine Hold Queue-Warteschlange drucken möchten. Daher sollte diese Warteschlange auch nicht in der Apple-Auswahl erscheinen. Die Standard Haltezeit beträgt 3 Stunden, Sie können aber auch jede andere Zeit als Ganzzahlenwert eintragen. Mit der Einstellung 0 Tage und 0 Stunden aktivieren Sie die "unbefristete Speicherung" der Druckaufträge. Dies kann in den Fällen sinnvoll sein, wo Sie die Druckaufträge aus der Druckvorschau-Warteschlange in eine Hold Queue-Warteschlange weiterleiten. Sonst könnten die Vorschau-Dateien gelöscht werden, bevor Sie die Gelegenheit hatten, diese zu überprüfen.
Abb. 13: Einstellungen einer Hold Queue-Warteschlange

5.2 Überprüfen der Druckvorschau
Eine Druckvorschau-Warteschlange auswählen
Nachdem Sie nun eine Druckvorschau-Warteschlange angelegt haben, können Sie diese in der Auswahl anwählen und zum Drucken verwenden (vgl. Abb. 14). Wenn Sie in der Auswahl eine PPD-Datei zuweisen, stellen Sie sicher, dass es die gleiche ist, wie die in der Konfiguration der Warteschlange in EtherShare Admin verwendete.
Abb. 14: Eine Druchvorschau-Warteschlange auswählen

Mit Print
Preview im Demo-Modus drucken
Es kann beim Drucken Warnungen geben. Dies geschieht hauptsächlich, wenn die Software nicht vollständig lizenziert ist: Wenn Sie Print Preview und PDF Handshake im Demo-Modus betreiben und in eine Druckvorschau-Warteschlange drucken, dann liefert das Programm eine Warnmeldung und druckt zwei Demo-Überdrucke auf jede Vorschau-Seite. Wenn beide Produkte mit einer zeitlich befristeten Lizenzierung freigeschaltet sind, dann wird weiterhin eine Warnmeldung ausgegeben, aber die Demo-Überdrucke entfallen.
Zugriff auf die Vorschau-
Dateien
Nach der Druckausgabe müssen Sie EtherShare Admin erneut öffnen.
Doppelklicken Sie auf die Druckvorschau-Warteschlange im Drucker-Listenfenster, um das Auftragsfenster zu öffnen und beobachten Sie den Fortschritt der Druckvorschau-Erzeugung (vgl. Abb.15).
Abb. 15: Druckauftrag während der Vorschau-Erzeugung

Wenn die automatische Weiterleitung an eine "Halte"-Warteschlange aktiviert ist (Option Nicht an Hold Queue weiterleiten deaktiviert), dann wird der Druckauftrag nach Fertigstellung der Vorschau aus der Druckvorschau-Warteschlange verschwinden und in der "Halte"-Warteschlange wieder auftauchen.
Doppelklicken Sie auf die "Halte"-Warteschlange im Drucker-Listenfenster um den Zugriff auf die Vorschau-Datei im Auftragsfenster zu erhalten (vgl. Abb. 16). Das PDF-Symbol vor dem Namen des Druckauftrages zeigt an, dass die Vorschau-Erzeugung erfolgreich war.
Abb. 16: Vorschau-Datei in einer Halte-Warteschlange

Bitte beachten Sie, dass der Druckauftrag in der Druckvorschau-Warteschlange hängenbleibt, wenn Sie die Option Nicht an Hold Queue weiterleiten aktiviert haben. Dort wird die Vorschau-Erzeugung nur für den ersten Druckauftrag in der Liste durchgeführt. Weitere Druckaufträge müssen warten.
Ein Doppelklick auf das PDF-Symbol des Druckauftrages in der Halte- oder Druckvorschau-Warteschlange startet automatisch das Programm Acrobat. Exchange oder Reader 3.0 müssen auf Ihrem System installiert sein. Alternativ können Sie den Druckauftrag im Auftragsfenster aktivieren und aus dem Admin Datei-Menü den Befehl Sichern unter wählen, um die PDF-Datei für eine spätere Verwendung zu speichern.

Wichtig: Aus Sicherheitsgründen sind die Zugriffsrechte auf eine Vorschau-Datei eingeschränkt: Sie können auf eine Vorschau-Datei zugreifen, wenn Sie als Benutzer "root", als Besitzer des Druckauftrages oder Mitglied der Druckerverwaltungsgruppe angemeldet sind (d.h. PrnAdm, QueAdm oder SysAdm). Andernfalls ist der Zugriff verwehrt.

Struktur der Vorschau-
Dateien
Das Eröffnungsfenster einer Vorschau-Datei zeigt ein Inhaltsverzeichnis und die erste Vorschau-Seite (vgl. Abb. 17).
Abb. 17: Eröffnungsfenster einer PDF-Vorschau

Vor den Vorschau-Seiten enthält die PDF-Datei eine HELIOS Info-Seite (vgl. Abb. 18) mit einigen wichtigen Informationen über die Datei: z.B. das Erstelldatum, die Auflösung, die Komprimierung, die verwendeten Profile, usw. Die letzten drei Zeile dienen als Platzhalter für individuelle Kommentare. Wenn Sie Acrobat Exchange einsetzen, können Sie mit dem Touchup Text-Werkzeug dort Ihre Kommentare eingeben.
Abb. 18: Informationen der HELIOS Info-Seite

Das Inhaltsverzeichnis enthält die von Ihnen gedruckten Dokumentenseiten als einzelne Kapitel. Diese können weitere Seiten enthalten, wenn Ihre Druckvorschau-Datei eine Farbvoransicht und Auszüge enthält (vgl. Abb. 18). Die im Inhaltsverzeichnis angegebenen Seitenzahlen wurden aus dem von Ihnen gedruckten Dokument kopiert - sie können also 13, 14, 15 lauten, wenn Sie die Seiten 13 bis 15 aus Ihrem Dokument gedruckt haben. Falls die von Ihnen genutzte Anwendung Seitenzahlen nicht sauber ausgibt, generiert Print Preview neue Seitenzahlen für das Inhaltsverzeichnis.
Sie können auch die Miniaturvorschaubilder von Acrobat zur Navigation innerhalb der Datei verwenden. Sie sehen ein Beispiel in Abb. 19. Die Illustration zeigt auch den HELIOS Demo-Überdruck, der in die PDF-Datei eingefügt wird, wenn Sie Print Preview im Demo-Modus betreiben.
Abb. 19: Miniaturvorschaubilder für die Navigation verwenden

5.3 Standardverhalten der Druckvorschau
"composite" /separierte
Vorschauen
in Vorschau-Dateien
Sie können aus einem Programm heraus entweder "composite" (Farbvoransicht) oder separiert (Farbauszüge) drucken. In einer Druckvorschau-Datei können Sie allerdings beides haben, die Farbvoransicht und die Auszüge - unabhängig davon, ob Sie "composite" oder separiert ausgegeben haben. Dies bedeutet, dass Print Preview eine der beiden Ansichten selbst berechnen muss: Wenn Sie separiert ausgegeben haben, muss die Farbvoransicht von Print Preview berechnet werden. Und wenn Sie "composite" gedruckt haben, müssen die Auszüge von Print Preview berechnet werden. Für diese Berechnungen stützt sich Print Preview auf die Informationen, die von der Anwendung mitgeschickt werden. Wenn diese Informationen nicht ADSC-konform sind, kann die Berechnung fehlschlagen. Dies kann zu beschädigten (oder fehlenden) Farbvoransichten oder Auszugs-Vorschauen in der Druckvorschau-Datei führen. Dies beeinflusst nicht die endgültige Ausgabe.
Lesen Sie Anhang A 1: "Wie DTP-Programme mit Print Preview zusammenarbeiten" für weitere Informationen zu diesem Thema.
Warnungen
Warnungen (z.B. über defekte Separationen) werden in die Abrechnungsdatei des Druckauftrages geschrieben, welche - wie üblich - per Doppelklick auf den Namen des Druckauftrages (nicht auf das PDF-Symbol) geöffnet werden können.
Initialisierung/Vorspann
Wie in jeder anderen Warteschlange auch, werden spezielle Initialisierungs- oder Vorspann-Sequenzen ausgewertet. Bitte schlagen Sie im EtherShare Handbuch nach, wie Sie diese Sequenzen definieren können.
Seitengröße
in Vorschau-Dateien
Normalerweise erkennt Print Preview die Seitengröße des gedruckten Dokumentes und verwendet die gleiche Größe für die Vorschau-Datei. Wenn dies nicht möglich ist, weil etwa das Programm die Seitengräße nicht korrekt mit ausgibt, dann wird als Standard eine DIN A4-Seite verwendet.
Anzahl der
Kopien in Druckvorschau-Dateien
Normalerweise erzeugt Print Preview immer nur eine Druckvorschau für jede Dokumentseite, die Sie gedruckt haben, selbst wenn Sie eine höhere Anzahl an Kopien im Druckdialog eingestellt haben. Wenn Sie den Druckauftrag aus einer Hold- oder Druckvorschau-Warteschlange
- nachdem Sie ihn überprüft haben - in eine Drucker-Warteschlange zur endgültigen Ausgabe verschieben, dann wird die ursprünglich eingestellte Anzahl der Kopien wieder richtig ausgegeben. D.h. wenn Sie 4 Kopien angegeben haben, dann werden auch 4 Ausdrucke für jede Dokumentseite ausgegeben.

Hinweis: Wenn bereits Ihre Druckvorschau-Datei mehrere Vorschauen von jeder Dokumentseite enthält, dann ist das ein Indiz dafür, dass die Anwendung selbst jede Seite mehrfach ausgibt, anstatt sie nur einmal auszugeben und per PostScript-Befehl die Anzahl der Kopien festzulegen.

Druckvorschau-Dateien im Papierkorb
Schließen Sie alle Druckvorschau-Dateien im Acrobat-Programm bevor Sie EtherShare Admin beenden. Wenn Sie das Programm beenden, ohne die Dateien vorher geschlossen zu haben, dann bleiben diese auf Ihrem lokalen Macintosh gespeichert und erscheinen nach dem nächsten Neustart als temporäre Dateien im Papierkorb.
5.4 Mögliche Arbeitsabläufe
5.4.1 Überprüfung einer Druckvorschau in der Produktionsumgebung am Monitor
In einer Produktionsumgebung könnten Sie eine "Erst-Vorschau-dann-drucken"-Konfiguration einrichten, die sehr effizient ist. D.h. das Drucken kann sehr einfach nach der Überprüfung der Vorschau am Monitor gestartet werden.
Notwendige Schritte
Zum Einrichten des Arbeitsablaufs gilt Folgendes:
Legen Sie eine Druckvorschau-Warteschlange an und wählen Sie über den Hold Queue-Mechanismus die
Abb. 20: Einrichten einer Druckvorschau-Warteschlange für einen "Am-Monitor-überprüfen"-Workflow einrichten

Drucker-Warteschlange aus, die Sie für die endgültige Ausgabe nutzen wollen (vgl. Abb. 20).
Bemerkungen:
Nicht an Hold Queue weiterleiten muss im Einstellungsdialog deaktiviert werden. Die Aktivierung der Option Antialias und eine Auflösung von 72 dpi werden empfohlen, weil diese Einstellungen ein Maximun an Lesbarkeit der späteren Druckvorschau-Daten am Monitor garantieren.
Sichern Sie den Einstellungsdialog. Die DruckvorschauWarteschlange übernimmt nun die PPD-Datei von der von Ihnen über den Hold Queue-Mechanismus ausgewählten Drucker-Warteschlange (hier "Offset_Druck"). Dies garantiert die Verwendung identischer Parameter für die Erstellung der Druckvorschau und die endgültige Produktion.
Abb. 21: OPI- und ICC-Vorgaben für den "Am Monitor überprüfen" Arbeitsablauf

Öffnen Sie den Dialog OPI/ICC-Vorgaben für die Aktivierung von Farbmanagement in der Druckvorschau-Warteschlange. Wählen Sie das gleiche Standard-Druckerprofil, welches auch in der Drucker-Warteschlange verwendet wird (dasjenige, welches Ihr endgültiges Ausgabegerät charakterisiert). Wählen Sie dann Ihr Monitorprofil als Standard-Proofprofil (vgl. Abb. 21).
Bemerkungen:
Wenn Sie die Druckvorschau-Datei an mehreren verschiedenen Monitoren überprüfen möchten, dann sollten Sie das Standard EBU-RGB-Profil als Standard-Proofprofil auswählen. So erlangen Sie einen guten Kompromiss in der Darstellung.
EtherShare OPI Anwender können OPI-Vorgaben im oberen Teil des Dialogfensters vornehmen. Die Konfiguration sollte den Einstellungen der Drucker-Warteschlange "Offset_Druck" entsprechen.
Stellen Sie die Drucker-Warteschlange, die Sie über
den Hold Queue-Mechanismus ausgewählt haben ("Offset_Druck"), auf Nur Spoolen. So können Sie die Druckvorschau-Dateien überprüfen, bevor der Druck startet.
Öffnen Sie die zu druckenden Dokumente und wählen die neue Druckvorschau-Warteschlange für die Ausgabe.
Öffnen Sie das Auftragsfenster der Druckvorschau-Warteschlange um den Fortgang der Vorschau-Berechnung verfolgen zu können (vgl. Abb. 15 in Kapitel 5.2 "Überprüfen der Druckvorschau"). Öffnen Sie dann das Auftragsfenster der Drucker-Warteschlange. Die neuerstellten Druckvorschau PDF-Dateien werden automatisch in diese Warteschlange weitergeleitet. Um die Vorschau zu überprüfen, doppelklicken Sie auf das PDF-Symbol des entsprechenden Druckauftrages.
Nachdem Sie alle Druckaufträge überprüft haben, die zur Zeit im Auftragsfenster der Drucker-Warteschlange angezeigt werden, können Sie diese Warteschlange wieder auf Spoolen und drucken stellen und damit die Produktion starten.
Weitere Einstellungen für Backup-Zwecke:
Normalerweise verschwindet ein Druckauftrag, nachdem er ausgegeben worden ist. Wenn Sie ihn jedoch für eine weitere Reproduktion zur Verfügung haben wollen, dann sollten Sie eine "Hold Queue"-Warteschlange für Ihre Drucker-Warteschlange einrichten (Also eine Warteschlange mit Namen "Halten", wie Sie in Kapitel 5.1.5 "Hold Queue-Warteschlangen" beschrieben ist). Setzen Sie die Haltezeit auf 0 Tage und 0 Stunden, d.h. auf "unlimitierte Haltezeit".
Öffnen Sie das Drucker-Einstellungsfenster von Ihrer Drucker-Warteschlange und wählen diese "Halte"-Warteschlange über den Hold Queue-Mechanismus aus.
Mit dieser Konfiguration werden Druckaufträge automatisch von der Druckvorschau-Warteschlange in die Drucker-Warteschlange und von dort in die Halten-Warteschlange weitergeleitet. Sie können den Druckauftrag dann aus dem Auftragsfenster der Halte-Warteschlange wieder in die Drucker-Warteschlange verschieben, wenn Sie eine erneute Ausgabe durchführen wollen.
5.4.2 Dem Kunden eine Druckvorschau zur Ausgabe auf einem Proofdrucker schicken
Dieser Arbeitsablauf wird empfohlen, wenn Sie die Druckvorschau nicht am Monitor überprüfen, bevor Sie sie ausdrucken, sondern die PDF Druckvorschau-Dateien zu Ihrem Kunden schicken (z.B. per E-Mail). Der druckt die Daten aus seinem Acrobat-Programm aus und überprüft die Vorschau anschließend.
In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass der Proofdrucker des Kunden ein Apple Color LaserWriter ist.
Notwendige Schritte
Hier folgt eine Zusammenfassung der Dinge, die Sie tun müssen:
Legen Sie eine "Hold Queue"-Warteschlange an, also eine Warteschlange mit Namen "Halten", wie Sie in Kapitel 5.1.5 "Hold Queue-Warteschlangen" beschrieben ist. Setzen Sie die Haltezeit auf 0 Tage und 0 Stunden, d.h. auf "unlimitierte" Haltezeit. Wählen Sie für die Halten-Warteschlange die gleiche PPD, die auch von der späteren Drucker-Warteschlange verwendet werden wird.
Legen Sie eine Druckvorschau-Warteschlange an und wälen Sie über den "Hold Queue"-Mechanismus die Halten-Warteschlange aus wie es in Abb. 22 zu sehen ist.
Bemerkungen:
Die Option Antialias sollte deaktiviert werden; diese Methode sorgt zwar für lesbarere Dokumente am Monitor, ist aber für die Druckausgabe einer Vorschau nicht gut geeignet.
150 dpi ist ein guter Wert für die Auflösung, weil damit ein guter Ausdruck auf einem Apple Color LaserWriter erzeugt werden kann.
Wir empfehlen dringend eine Kompression (Aufklappmenü Komprimierung) auszuwählen, sonst wird die Druckvorschau bei einer Auflösung von 150 dpi zu viel Festplattenplatz benötigen. Außerdem sind komprimierte Druckvorschau-Dateien kleiner und können leichter ausgetauscht werden.
Abb. 22: Einrichtung einer Druckvorschau-Warteschlange für den Überprüfen am Drucker-Workflow

Sichern Sie den Einstellungsdialog. Die Druckvorschau-Warteschlange übernimmt nun die PPD-Datei von der "Halten"-Warteschlange.

Wichtig: Denken Sie daran, immer wenn Sie Druckvorschau-Dateien in einer Halten-Warteschlange sammeln, müssen sie diese später an eine Drucker-Warteschlange weiterleiten. Die Halten- und die Drucker-Warteschlange müssen die gleiche PPD-Datei verwenden. Sonst können die Ausdrucke von der Druckvorschau abweichen (vgl. Abbildung 10 in Kapitel 5.1.3)

Richten Sie jetzt Farbmanagement für die Druckvorschau-Warteschlange ein, wie in Abb. 23 gezeigt.
Abb. 23: OPI- und ICC-Vorgaben für den "Überprüfen am Drucker" -Workflow

Bemerkungen:
Das in der Einstellung Standard-Druckerprofil ausgewählte Profil muss mit dem Profil der Warteschlange übereinstimmen, die Sie für die spätere Produktion einsetzen wollen.
Als Standard-Proofprofil sollten Sie ein Profil des Apple Color LaserWriter einsetzen (oder jedes anderen Proofdruckers, den Ihr Kunde einsetzen könnte).
EtherShare OPI-Anwender können soweit notwendig im oberen Teil des OPI/ICC-Vorgaben-Dialogs die benötigten OPI-Einstellungen vornehmen. Die Konfiguration sollte mit der des Druckers übereinstimmen, der für die spätere Produktion der Daten eingesetzt wird.
Öffnen Sie die Dokumente, die Sie ausgeben wollen und wählen Sie die neuangelegte Druckvorschau-Warteschlange für die Druckausgabe aus.
Öffnen Sie das Auftragsfenster der Druckvorschau-Warteschlange um den Fortgang der Vorschau-Berechnung verfolgen zu können. Öffnen Sie anschließend das Auftragsfenster der Halten-Warteschlange. Die neu erstellte Druckvorschau PDF-Datei wird automatisch in diese Warteschlange weitergeleitet. Um eine bestimmte Druckvorschau-Datei in ein Verzeichnis zu sichern, müssen Sie den Auftrag in der Liste markieren und dann den Befehl Sichern unter... aus dem Menü Ablage in EtherShare Admin aufrufen.
Öffnen Sie abschließend das Verzeichnis, in dem Sie die PDF-Datei gesichert haben, und schicken Sie sie beispielsweise per E-Mail an Ihren Kunden. Weisen Sie Ihren Kunden darauf hin, dass die Datei für die Ausgabe auf dem Apple Color LaserWriter erstellt wurde und er die Qualität der späteren Ausgabe anhand dieses Ausdruckes überprüfen kann. (Sie können Ihrem Kunden auch den direkten Zugriff auf Ihren Server gewähren, indem Sie die EtherShare IP-Zugangsliste verwenden. In diesem Fall müssen Sie die Daten nicht per E-Mail versenden.)
Alternative Einstellungen zur Vorbereitung des Datenaustausches:
Wenn Sie mehr als einen Druckauftrag für einen bestimmten Kunden haben, dann könnte es lästig werden, jede PDF-Druckvorschau-Datei einzeln aus der Halten-Warteschlange in ein bestimmtes Verzeichnis zu speichern. Print Preview erlaubt die automatische Speicherung der Druckvorschau-Dateien. Zu diesem Zweck müssen Sie die zentrale Konfigurationsdatei "atalk.conf" ändern. Einzelheiten finden Sie im Abschnitt Sie können diesen Parameter benutzen, um neu angelegte Druckvorschau-Dateien automatisch in das Verzeichnis "$pdfdir" auf dem Server zu sichern. "String" muss einen kompletten UNIX-Pfadnamen enthalten, z.B. pdfdir=/ helios/views.. Die Option Nicht an Hold Queue weiterleiten (respektive der Parameter wait) wird ignoriert, wenn die Option pdfdir gesetzt ist. Die "Halten"-Warteschlange enthält einen symbolischen Link zur Druckvorschau-Datei, die im Verzeichnis"$pdfdir" liegt. in Kapitel 6 "Referenz-Teil".
5.4.3 Eine Druckvorschau auf einem nicht PostScript-fähigen (Proof)-Drucker ausgeben
Normalerweise unterstützen das PDF Handshake Basisprodukt und Print Preview nur PostScript-fähige Warteschlangen, d.h. dass die Druckausgabe ein PostScript-Gerät auf der Ausgabeseite erfordert. Mit Print Preview können Sie diese Anforderung umgehen, da die Druckausgabe in eine Druckvorschau-Warteschlange dem Drucken in eine PDF-Datei entspricht. Die neu erzeugte PDF-Datei kann plattformunabhängig aus dem Programm Acrobat heraus gedruckt werden. Acrobat unterstützt unterschiedliche Ausgabegeräte, zum Beispiel auch seriell angeschlossene nicht-PostScript-Drucker. Das folgende Beispiel beschreibt, wie Sie hochqualitative Farbausdrucke auf dem nicht PostScript-fähigen Epson Stylus Tintenstrahldrucker erzeugen können. Dieser Arbeitsablauf ist für Kunden konzipiert, die einen Epson Stylus Tintenstrahl-Proofdrucker einsetzen - oder für jene Kunden, die Ihren Epson Stylus Tintenstrahldrucker als endgültiges Ausgabegerät einsetzen wollen. In diesem Fall sollten Sie besonders den Abschnitt Epson Stylus als endgültiges Ausgabegerät am Ende dieses Kapitels lesen.
Um den "Epson"-Arbeitsablauf zu unterstützen, haben wir unserer aktuellen CD-ROM zwei zusätzliche Druckerprofile beigelegt, eines für den Epson Stylus 600 Drucker und ein zweites für den Epson Stylus Photo Drucker. Die Profile heißen "EpsonStylus600 GlossyPaper 1.0" and "EpsonStylusPhotoGlossyPaper 1.0" und sollten automatisch in Ihr "ICC-Profiles"-Verzeichnis kopiert worden sein. Wenn sie dort nicht zu finden sind, lesen Sie bitte die entsprechende README-Datei auf der CD-ROM. Wir empfehlen die Verwendung von "Epson S 041 126 Glossy Paper" als Druckmedium.
Notwendige Schritte
Hier folgt eine Zusammenfassung der Dinge, die Sie tun müssen:
Legen Sie eine Druckvorschau-Warteschlange wie in Kapitel 5.1.2 "Druckvorschau-Warteschlange einrichten" beschrieben an und konfigurieren die Einstellungen wie in Abb. 24 gezeigt.
Abb. 24: Einstellungen einer Druckvorschau-Warteschlange für den "Epson"-Workflow

Bemerkungen:
Die Option Auszüge einfügen sollte deaktiviert sein, da die Ausgabe von Auszügen auf einem Farbtintenstrahldrucker nicht sinnvoll ist.
Die Option Antialias sollte ebenfalls deaktiviert werden. Die Antialiasing-Methode sorgt für lesbarere Dokumente am Monitor, ist aber nicht für die Druckausgabe gedacht.
Von uns durchgeführte Tests haben ergeben, dass 360 dpi ein guter Wert für die Auflösung ist. Die Standard-Auflösung von 72 dpi ist nur für die Monitor-Darstellung gedacht, dieser Wert ist für hochqualitative Ausdrucke nicht geeignet.
Wir empfehlen dringend eine Kompression (Aufklappmenü Komprimierung) auszuwählen. Sonst wird die Druckvorschau bei einer Auflösung von 360 dpi zu viel Festplattenplatz benötigen.
Sichern Sie den Einstellungsdialog und wählen Sie eine PPD-Datei aus. Wir haben diesen Workflow mit der "Acrobat Distiller" und mit der "Apple Color LaserWriter 12/600" PPD-Datei getestet. Beide PPD-Dateien erzeugen korrekte Ergebnisse. Sie sollten daher eine dieser beiden PPD-Dateien verwenden, auch wenn die endgültige Ausgabe nicht auf einem PostScript-fähigem Gerät erfolgt.
Richten Sie nun das Farbmanagement, wie in Abb. 25 gezeigt, ein.
Abb. 25: OPI- und ICC-Vorgaben für den "Epson"-Workflow

Bemerkungen:
Das in der Einstellung Standard-Druckerprofil ausgewählte Profil muss mit dem Profil der Warteschlange übereinstimmen, das Sie für die spätere Produktion einsetzen wollen. Als Standard-Proofprofil sollten Sie eines der beiden Epson Profile einsetzen, die wir auf unserer CD-ROM mitliefern, z.B. "EpsonStylusPhotoGlossyPaper 1.0". Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Epson Profilen um RGB Profile handelt. Dies stellt einen weiteren Grund für das Deaktivieren der Option Auszüge einfügen im Fenster Einstellungen dar, da diese Option nicht mit RGB-Profilen zusammenarbeitet.
EtherShare OPI Anwender können - soweit notwendig - im oberen Teil des OPI/ICC-Vorgaben-Dialogs die benötigten OPI-Einstellungen vornehmen.
Öffnen Sie die Dokumente, die Sie ausgeben wollen, und drucken Sie sie als "composite" in die neuangelegte Druckvorschau-Warteschlange.
Öffnen Sie die fertige Druckvorschau-Datei aus dem Auftragsfenster der Halten-Warteschlange.
Wählen Sie dann den Epson Stylus Photo Drucker als Standarddrucker aus und drucken Sie die PDF-Datei aus dem Programm Acrobat Reader oder Exchange aus.
Abb. 26 zeigt den Epson Stylus Photo Druckdialog mit den von uns empfohlenen Einstellungen. Mit diesen Einstellungen wird das druckereigene Farbmanagement deaktiviert und die Farbanpassung liegt alleine in der Verantwortung des HELIOS Servers - was zu akkurateren Ergebnissen führt. Die Einstellungen liefern für beide von uns gelieferten Profile gute Ergebnisse.
Abb. 26: Empfohlene Einstellungen für den Epson Stylus-Druckdialog

Nachdem Sie den Proofausdruck von Ihrem Epson-Drucker überprüft haben, können Sie den Druckauftrag in die Warteschlange für die Produktions-Ausgabe verschieben.
Epson Stylus als endgültiges Ausgabegerät
Wenn der Epson-Drucker Ihr Produktionsgerät darstellt, dann müssen Sie das Epson-Profil, z. B. als Standard-Druckerprofil in der Druckvorschau-Warteschlange auswählen (vgl. Abb. 27). Ein Standard-Proofprofil wird in diesem Fall nicht benötigt.
Alle anderen Einstellungen und Arbeitsschritte sind mit den vorher beschriebenen identisch.
Abb. 27: Verwendung des nicht PostScript-fähigen Epson-Druckers als endgültiges Ausgabegerät.



© 2002 HELIOS Software GmbH